Der Rasierhobel ist längst kein reines Männerwerkzeug mehr. Immer mehr Frauen entdecken die klassische Nassrasur für Beine, Achseln und Bikinizone. Statt eines Systemrasierers mit mehreren Klingen und Kunststoffkopf arbeitet der Rasierhobel mit einer einzigen, doppelseitigen Klinge in einem stabilen Metallkopf. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei einem Rasierhobel für Frauen achten sollten und wie die Rasur Schritt für Schritt gelingt.
Warum ein Rasierhobel für Frauen?
Viele Frauen wechseln aus drei Gründen zum Rasierhobel. Erstens die Kosten: Ersatzklingen kosten nur einen Bruchteil von Systemklingen. Zweitens die Nachhaltigkeit: Der Hobel aus Metall hält viele Jahre, ausgetauscht wird nur die Klinge. Drittens das Gefühl bei der Rasur: Eine einzelne scharfe Klinge gleitet ruhig über die Haut, und viele Frauen empfinden das als die sanfteste Rasur, die sie kennen. Dazu kommt ein schöner Nebeneffekt: Ein hochwertiger Hobel in Chrom oder Roségold sieht im Badezimmer einfach gut aus.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Geschlossener Kamm für den Einstieg
Für die Rasur von Beinen, Achseln und Bikinizone empfehlen wir einen Rasierhobel mit geschlossenem Kamm. Die durchgehende Schaumkante vor der Klinge spannt die Haut leicht und schützt sie. Das macht die Rasur sanft und verzeiht kleine Fehler. Ein offener Kamm ist eher für kräftigen Bartwuchs gedacht und für die Körperrasur meist nicht nötig. Eine Auswahl passender Modelle finden Sie unter Einsteiger Rasierhobel.
Langer Griff für Beine und Rücken
Bei der Rasur der Beine hilft ein langer Griff, weil Sie Knie und Waden besser erreichen und mehr Kontrolle haben. Der Merkur 24G in Roségold hat mit rund 12,5 cm einen besonders langen Griff und eignet sich laut Hersteller ausdrücklich auch für die Körperrasur. Eine schlanke Alternative ist der Merkur 20C mit langem, griffigem Aluminiumgriff, der auch mit nassen Händen sicher in der Hand liegt.
Einfacher Klingenwechsel
Wer die Klinge schnell und ohne Schrauben wechseln möchte, greift zu einem Butterfly-Modell. Beim Böker Butterfly öffnet sich der Kopf per Drehung am Griffende wie zwei Flügel. Den Hobel gibt es unter anderem in einer Roségold-Ausführung.
So rasieren Sie sich mit dem Rasierhobel
- Haut vorbereiten: Rasieren Sie am besten am Ende der Dusche, wenn Haut und Haare durch das warme Wasser weich sind.
- Einschäumen: Tragen Sie Rasierschaum, Rasiergel oder eine aufgeschlagene Rasierseife auf. Der Schaum sorgt dafür, dass die Klinge gleitet.
- Winkel finden: Setzen Sie den Hobel mit dem Griff fast waagerecht an und senken Sie ihn langsam, bis die Klinge die Haare erfasst. Das sind etwa 30 Grad.
- Ohne Druck rasieren: Führen Sie den Hobel in kurzen Zügen und mit Haarwuchsrichtung über die Haut. Das Eigengewicht reicht, Druck ist nicht nötig.
- Spülen: Spülen Sie den Kopf zwischendurch aus, damit sich keine Haare und Schaumreste sammeln.
- Pflegen: Spülen Sie die Haut kalt ab, tupfen Sie sie trocken und tragen Sie eine feuchtigkeitsspendende Pflege auf.
Tipps für Beine, Achseln und Bikinizone
Beine: Rasieren Sie von unten nach oben in langen, ruhigen Zügen. An Knie und Knöchel lohnt es sich, die Haut mit der freien Hand zu straffen und kürzere Züge zu machen.
Achseln: Hier wachsen die Haare in mehrere Richtungen. Heben Sie den Arm, straffen Sie die Haut und rasieren Sie zuerst von unten nach oben, dann quer dazu.
Bikinizone: Die Haut ist hier besonders empfindlich. Kürzen Sie längere Haare vorher mit einer Schere, arbeiten Sie mit viel Schaum und rasieren Sie nur in Wuchsrichtung. Lassen Sie sich Zeit und vermeiden Sie mehrere Durchgänge an derselben Stelle. Wie Sie gereizte Haut und eingewachsene Haare vermeiden, lesen Sie in unserem Ratgeber Rasierpickel vermeiden.
Die richtige Klinge
Rasierhobel nutzen genormte Double-Edge-Klingen. Klingen unterscheiden sich in Schärfe und Sanftheit, deshalb lohnt es sich, verschiedene Sorten zu testen. Je nach Haarwuchs hält eine Klinge mehrere Rasuren. Wechseln Sie sie spätestens, wenn sie zieht statt schneidet. Passende Klingen finden Sie in der Kategorie Wechselklingen.
Pflege des Rasierhobels
Spülen Sie den Hobel nach jeder Rasur gründlich aus und lassen Sie ihn offen trocknen, nicht in der feuchten Dusche. Ein Ständer aus dem Rasierzubehör hält ihn aufrecht und sorgt dafür, dass Wasser abläuft. Verchromte und beschichtete Modelle sind gegen Korrosion geschützt und halten bei guter Pflege viele Jahre.
Häufige Fragen
Ist ein Rasierhobel für Frauen schwer zu bedienen?
Nein. Mit einem geschlossenen Kamm und etwas Übung beim Winkel klappt die Rasur schon nach wenigen Anwendungen.
Gibt es spezielle Rasierhobel für Damen?
Technisch unterscheiden sich Rasierhobel für Frauen und Männer kaum. Wichtig sind ein geschlossener Kamm und ein Griff, der gut in der Hand liegt. Viele Frauen bevorzugen einen langen Griff für die Beine.
Kann ich mit dem Rasierhobel die Bikinizone rasieren?
Ja, mit viel Schaum, ohne Druck und nur in Wuchsrichtung. Kürzen Sie lange Haare vorher.
Lieber Rasierhobel oder Systemrasierer?
Wer Wert auf Langlebigkeit und günstige Klingen legt, ist mit dem Rasierhobel gut beraten. Wer es besonders schnell und unkompliziert mag, greift zum Systemrasierer, etwa dem Merkur Ladyshave Sherry mit 3-Klingen-Kopf. Alle Modelle für die klassische Nassrasur finden Sie unter Rasierhobel.