Bartöl gehört zu den wichtigsten Produkten der Bartpflege. Es macht das Barthaar weich und geschmeidig, gibt ihm einen natürlichen Glanz und pflegt die Haut unter dem Bart. Doch wie viel Öl ist richtig, wann tragen Sie es auf und wie verteilen Sie es gleichmäßig im Bart? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die richtige Anwendung von Bartöl, Schritt für Schritt erklärt.
Was bringt Bartöl?
Barthaare sind kräftiger und meist trockener als Kopfhaare. Die Haut darunter produziert nicht genug Talg, um auch längere Barthaare bis in die Spitzen zu versorgen. Genau hier setzt Bartöl an: Es versorgt Haut und Haar mit Feuchtigkeit und Pflege. Der Bart fühlt sich weicher an, wirkt gepflegter und lässt sich leichter in Form bringen. Viele Männer empfinden zudem, dass die darunterliegende Haut weniger spannt.
Woraus besteht Bartöl?
Hochwertige Bartöle bestehen aus einer Mischung pflanzlicher Trägeröle, die leicht einziehen und keinen fettigen Film hinterlassen. Häufig verwendet werden Jojoba-, Argan-, Mandel-, Avocado- oder Sonnenblumenöl. Ätherische Öle sorgen für den Duft, oft ergänzt durch Vitamin E. Ein Blick auf unsere Bartöle zeigt die Vielfalt:
- Das Proraso Beard Oil enthält laut Hersteller Öle aus Sonnenblumenkernen, Avocado und Macadamia.
- Das OSMA Tradition Bartöl kombiniert Oliven-, Sonnenblumen-, Jojoba- und Traubenkernöl mit Edelweißbutter.
- Das Scottish Fine Soaps Bartöl Thistle & Black Pepper setzt auf Süßmandel-, Jojoba-, Avocado- und Distelöl mit Vitamin E.
- Das Abbate Y La Mantia Bartöl enthält Sonnenblumen-, Macadamianuss- und Arganöl sowie Safran-Extrakt.
Alle Bartöle finden Sie in unserer Kategorie Bartöl, weitere Pflegeprodukte unter Bartpflege.
Bartöl Anwendung: Schritt für Schritt
- Bart waschen: Bartöl wirkt am besten auf einem sauberen Bart. Waschen Sie ihn mit lauwarmem Wasser oder einem milden Bartshampoo.
- Leicht trocken tupfen: Tupfen Sie den Bart mit dem Handtuch ab, bis er nur noch leicht feucht ist. Auf leicht feuchtem Haar verteilt sich das Öl besonders gut.
- Dosieren: Geben Sie ein paar Tropfen Bartöl in die Handfläche. Für einen kurzen Bart reichen zwei bis drei Tropfen, für einen Vollbart vier bis sechs.
- Verreiben: Verreiben Sie das Öl zwischen den Handflächen, damit es sich erwärmt und gleichmäßig verteilt.
- Einmassieren: Massieren Sie das Öl mit den Fingerspitzen in den Bart ein, zuerst gegen die Wuchsrichtung bis zur Haut unter dem Bart, dann in Wuchsrichtung bis in die Spitzen.
- Bürsten oder kämmen: Zum Schluss verteilen Sie das Öl mit einer Bartbürste oder einem Bartkamm gleichmäßig im Bart und bringen ihn in Form.
Wann sollte man Bartöl auftragen?
Der beste Zeitpunkt ist morgens nach dem Duschen, wenn der Bart sauber und noch leicht feucht ist. So bleibt der Bart den ganzen Tag weich und sieht gepflegt aus. Wer abends Zeit hat, kann das Öl auch abends vor dem Schlafengehen verwenden. Über Nacht hat es genug Zeit, um einzuziehen. Bei trockener Haut oder im Winter darf es auch zweimal täglich sein.
Wie viel Bartöl ist richtig?
Weniger ist oft mehr. Zu viel Öl lässt den Bart fettig wirken und kann auf Kleidung abfärben. Beginnen Sie mit wenigen Tropfen und ergänzen Sie bei Bedarf. Als Faustregel gilt:
- Dreitagebart: ein bis zwei Tropfen
- Kurzer Bart: zwei bis drei Tropfen
- Mittellanger Bart: drei bis fünf Tropfen
- Langer Vollbart: fünf bis acht Tropfen
Woran erkennt man hochwertige Bartöle?
Hochwertige Bartöle setzen auf eine Mischung aus pflanzlichen Ölen, die schnell einziehen und den Bart nicht beschweren. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich: Stehen pflanzliche Trägeröle wie Jojoba-, Mandel- oder Arganöl weit vorne, ist das ein gutes Zeichen. Achten Sie außerdem auf den Duft. Er sollte Ihnen gefallen und zu Ihrem After Shave oder Parfum passen, denn Sie tragen ihn den ganzen Tag im Gesicht. Wer empfindlich auf Duftstoffe reagiert, prüft die Angaben des Herstellers besonders sorgfältig.
Die Hot-Oil-Kur für lange Bärte
Für lange, dichte Bärte gibt es eine besondere Variante: die warme Ölkur. Das Proraso Hot Beard Oil Wood & Spice wird in Glasampullen geliefert. Laut Hersteller tauchen Sie die Ampulle kurz in heißes Wasser, damit das Öl warm wird, und verteilen es anschließend im Bart. Eine solche Kur eignet sich als gelegentliche Extrapflege, zum Beispiel einmal pro Woche oder bei besonders trockenem Bart im Winter.
Bartöl und Bartbürste: das ideale Duo
Eine Bartbürste mit Naturborsten verteilt das Öl gleichmäßig im Bart, massiert die Haut darunter und richtet die Haare aus. Die Zwickmeister Bartbürste aus Birnbaum mit reinen Wildschweinborsten eignet sich ideal für die tägliche Anwendung. Bei längeren Bärten hilft zusätzlich ein Kamm, Knoten zu lösen.
Bartöl oder Bartbalsam?
Bartöl pflegt, gibt aber kaum Halt. Bartbalsam enthält zusätzlich Wachse oder Butter und hält abstehende Haare in Form. Für kurze Bärte reicht meist Bartöl. Ab mittlerer Länge kombinieren viele Männer beides: morgens Öl für die Pflege, darüber etwas Balsam für die Form. Mehr dazu, wie Sie Ihren Bart in Form halten, lesen Sie in unserer Anleitung Bart trimmen.
Bartöl in der Wachstumsphase
Gerade in den ersten Wochen, wenn der Bart wächst, empfinden viele Männer die Haut als trocken und gespannt. Regelmäßige Anwendung von Bartöl macht die kurzen Haare weicher und pflegt die Haut. Bartöl lässt den Bart allerdings nicht schneller wachsen. Wie Sie die ersten Wochen überstehen, erfahren Sie im Ratgeber Bart wachsen lassen.
Die Wirkung von Bartöl im Alltag
Was bringt Bartöl im Alltag konkret? Wer es regelmäßig verwendet, merkt meist schon nach wenigen Tagen, dass sich der Bart weicher anfühlt und sich besser bürsten lässt. Ein gepflegter Bart wirkt dichter und gleichmäßiger, weil die Haare geordneter liegen und weniger abstehen. Damit Sie Ihren Bart dauerhaft in Form halten und er gepflegt aussehen kann, sollte Bartöl deshalb fester Bestandteil Ihrer täglichen Routine sein, genau wie das Zähneputzen.
Häufige Fehler
- Zu viel Öl: Der Bart wirkt fettig. Lieber wenig auftragen und nachlegen.
- Nur die Spitzen pflegen: Massieren Sie das Öl bis zur Haut ein.
- Auf schmutzigem Bart: Das Öl verteilt sich schlechter und bindet Schmutz.
- Nicht bürsten: Ohne Bürste bleibt das Öl ungleichmäßig verteilt.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Bartöl verwenden?
Einmal täglich, bei trockener Haut auch zweimal.
Kann ich Bartöl auch auf trockenen Bart auftragen?
Ja, auf leicht feuchtem Bart verteilt es sich aber besser.
Wie lange hält eine Flasche Bartöl?
Je nach Bartlänge und Dosierung reichen 30 ml für mehrere Wochen bis wenige Monate.
Färbt Bartöl ab?
Bei richtiger Dosierung nicht. Lassen Sie das Öl einige Minuten einziehen, bevor Sie sich anziehen.