Vom dezenten 3-Tage-Bart über den markanten Henriquatre bis zum imposanten Wikinger-Bart: Die Auswahl an Bartstilen ist größer denn je. Doch welcher Bart passt zu Ihrem Gesicht, zu Ihrem Bartwuchs und zu Ihrem Alltag? In diesem Überblick stellen wir die beliebtesten Bart Styles vor, erklären, für wen sie sich eignen, und zeigen, wie Sie den passenden Bart Style pflegen und in Form halten.
Die beliebtesten Bart Styles im Überblick
3-Tage-Bart
Der 3-Tage-Bart ist der unkomplizierteste unter den Bartstilen. Er wirkt lässig und männlich, ohne viel Aufwand zu machen. Damit er gepflegt statt ungepflegt aussieht, braucht er eine gleichmäßige Länge von etwa zwei bis vier Millimetern und eine saubere Halslinie. Ideal für Einsteiger und für alle, die sich nicht täglich rasieren möchten. Alle Details lesen Sie in unserem Ratgeber 3 Tage Bart.
Kurzer Vollbart
Der kurze Vollbart, auch Boxed Beard genannt, bedeckt Wangen, Kinn und Oberlippe gleichmäßig und wird auf wenige Zentimeter gekürzt. Klare Konturen an Wangen und Hals machen ihn bürotauglich. Er eignet sich für Männer mit gleichmäßigem, starkem Bartwuchs.
Klassischer Vollbart
Der klassische Vollbart ist länger und voluminöser. Ein gepflegter Vollbart wirkt markant und souverän, verlangt aber regelmäßige Pflege, damit er nicht struppig aussieht. Wichtig ist, ihn regelmäßig zu trimmen und die Form zu halten. Formen, Trimmen und Pflege erklärt unser Ratgeber Vollbart, die ersten Wochen der Ratgeber Bart wachsen lassen.
Ziegenbart und Goatee
Beim Ziegenbart bleibt nur das Haar am Kinn stehen, Wangen und Oberlippe werden glatt rasiert. Wird er mit einem Schnurrbart verbunden, spricht man oft vom Goatee oder Circle Beard. Der Stil streckt das Gesicht optisch und eignet sich gut für runde Gesichter oder für Männer, deren Bart an den Wangen nur licht wächst. Varianten und eine Anleitung finden Sie im Ratgeber Ziegenbart.
Henriquatre
Der Henriquatre ist nach dem französischen König Heinrich IV. benannt. Er kombiniert einen Schnurrbart mit einem schmalen, spitz zulaufenden Kinnbart, die Wangen bleiben glatt rasiert. Ein eleganter Stil, der präzise Konturen verlangt. Mehr zu Herkunft und Pflege lesen Sie im Ratgeber Henriquatre.
Van Dyke
Ähnlich wie der Henriquatre, aber Schnurrbart und Kinnbart sind beim Van Dyke nicht miteinander verbunden. Der Van Dyke Bart geht auf den flämischen Maler Anthonis van Dyck zurück, der diesen Stil auf vielen seiner Porträts festhielt, und wirkt künstlerisch und markant. Wer ihn tragen möchte, sollte etwas Erfahrung im Trimmen mitbringen, denn die Lücke zwischen Schnurrbart und Kinnbart muss sauber und symmetrisch rasiert werden.
Kinnbart und Soul Patch
Der Kinnbart beschränkt sich auf das Kinn, oft ohne Schnurrbart. Noch dezenter ist der Soul Patch, ein kleines Haarbüschel direkt unter der Unterlippe. Beide Stile sind auffällig, aber pflegeleicht.
Italienischer Bart
Als italienischer Bart wird meist ein Stil bezeichnet, bei dem ein Schnurrbart mit einem Kinnbart kombiniert wird, während die Wangen frei bleiben, häufig mit klar definierten Linien. Er wirkt gepflegt und stilbewusst.
Schnurrbart
Vom dezenten Chevron bis zum gezwirbelten Handlebar: Der Schnurrbart ist ein eigener Klassiker. Stile, Pflege und die Technik zum Zwirbeln erklärt unser Ratgeber Schnurrbart.
Garibaldi
Der Garibaldi ist ein breiter, voller Bart mit abgerundetem Kinn, der etwa eine Handbreit lang getragen wird. Benannt ist er nach dem italienischen Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi. Er wirkt etwas natürlicher als ein streng getrimmter Vollbart, braucht aber dennoch regelmäßige Pflege und einen sauber geformten Schnurrbart.
Entenschwanz
Beim Entenschwanz, englisch Ducktail, wird ein Vollbart an den Wangen kürzer gehalten und am Kinn zu einer Spitze geformt. Das Ergebnis erinnert an die Form eines Entenschwanzes und wirkt gepflegt und markant zugleich.
Kinnriemen
Der Kinnriemen, auch Chinstrap genannt, ist ein schmaler Bartstreifen, der entlang der Kieferlinie von Ohr zu Ohr verläuft. Wangen und Oberlippe bleiben glatt rasiert. Der Stil betont die Kieferpartie, verlangt aber sehr präzise Konturen und häufiges Nachrasieren.
Backenbart
Beim Backenbart wachsen die Koteletten breit bis zu den Mundwinkeln, das Kinn bleibt frei. Ein auffälliger Stil mit historischem Flair, der kräftigen Bartwuchs an den Wangen voraussetzt.
Wikinger-Bart
Der Wikinger-Bart ist ein langer, voller Bart, der oft mit Zöpfen oder Perlen gestylt wird. Er verlangt viel Geduld beim Wachsenlassen und intensive Pflege, damit die langen Haare weich und gepflegt bleiben.
Welcher Bart passt zu welcher Gesichtsform?
Der passende Bart Style hängt stark von der Gesichtsform ab. Als Orientierung:
- Ovale Gesichter: Hier passt fast jeder Stil, vom 3-Tage-Bart bis zum Vollbart.
- Runde Gesichter: Bärte, die das Kinn betonen und an den Wangen kurz bleiben, strecken das Gesicht, etwa Ziegenbart, Goatee oder Henriquatre.
- Eckige Gesichter: Ein runder, an den Seiten etwas kürzerer Vollbart macht die Konturen weicher.
- Lange, schmale Gesichter: Mehr Volumen an den Seiten und weniger Länge am Kinn, zum Beispiel ein kurzer Vollbart.
- Dreieckige Gesichter: Ein Bart mit Fülle am Kinn gleicht ein spitzes Kinn aus.
Welcher Bart passt zu Ihrem Bartwuchs?
Nicht jeder Stil funktioniert mit jedem Bartwuchs. Wer an den Wangen nur dünnen Bart hat, fährt mit Stilen am Kinn und an der Oberlippe besser, etwa Goatee, Henriquatre oder Schnurrbart. Ein Vollbart oder Wikinger-Bart setzt dagegen starken Bartwuchs voraus. Wer unsicher ist, lässt den Bart zunächst vier bis sechs Wochen wachsen und entscheidet dann, welche Form zum Wuchs passt.
Der Übergang zwischen Haar und Bart
Ein oft unterschätztes Detail ist der Übergang zwischen Haupthaar und Bart an den Koteletten. Wer kurze Seiten trägt und einen längeren Bart, sollte die Länge an den Schläfen allmählich ansteigen lassen, damit Haar und Bart harmonisch ineinander übergehen. Beim Friseur oder Barbier spricht man dabei vom Fade. Zu Hause gelingt der Übergang mit einem Trimmer und mehreren Aufsätzen, indem Sie von unten nach oben mit kürzer werdenden Längen arbeiten. Ein sauberer Bart Übergang lässt selbst einen einfachen Stil deutlich gepflegter wirken.
So bringen Sie Ihren Bart in Form
Jeder Bartstil lebt von klaren Linien. Legen Sie zuerst die Halslinie etwa zwei Fingerbreit über dem Adamsapfel fest und ziehen Sie die Wangenlinie nach. Für Stile mit glatt rasierten Partien wie Henriquatre, Ziegenbart oder Van Dyke ist eine präzise Nassrasur wichtig. Dafür eignen sich ein Rasierhobel oder eine Shavette, für feine Konturen auch der Merkur 907. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Ratgeber Bart trimmen.
Bartpflege für jeden Bart Style
Egal welchen Stil Sie tragen: Ein Bart braucht regelmäßige Pflege, damit er weich und gepflegt aussieht.
- Waschen: Zwei- bis dreimal pro Woche mit einem milden Bartshampoo wie dem Proraso Beard Shampoo.
- Ölen: Ein paar Tropfen Bartöl machen den Bart weich und pflegen die Haut darunter. Mehr dazu im Ratgeber Bartöl Anwendung.
- Bürsten: Eine Bartbürste wie die Zwickmeister Bartbürste aus Birnbaum verteilt das Öl und bringt den Bart in Form.
- Stylen: Bartbalsam gibt längeren Bärten Halt, Bartwachs fixiert Schnurrbartspitzen.
Alle Produkte für die tägliche Routine finden Sie in unserer Kategorie Bartpflege.
Der richtige Bart für Beruf und Freizeit
Auch das Umfeld spielt bei der Wahl eine Rolle. Im Büro und in Berufen mit Kundenkontakt wirken gepflegte, kurze Stile wie der kurze Vollbart, der 3-Tage-Bart oder ein sauber getrimmter Goatee meist am seriösesten. Entscheidend ist dabei weniger die Länge als der Eindruck von Sorgfalt: klare Linien, eine gleichmäßige Länge und ein gepflegtes Erscheinungsbild. In kreativen Berufen und in der Freizeit ist dagegen fast alles möglich, vom gezwirbelten Schnurrbart bis zum langen Wikinger-Bart.
Wer seinen Bart regelmäßig wechselt, kann die Vielfalt auch bewusst nutzen: Im Sommer greifen viele zu kürzeren Stilen, im Winter darf der Bart etwas länger und voller sein. Ein Wechsel ist übrigens jederzeit möglich, denn aus einem Vollbart lassen sich fast alle anderen Formen herausschneiden.
Häufige Fehler bei der Wahl des Bartstils
- Zu früh entscheiden: Wer den Bart nur wenige Tage wachsen lässt, sieht noch nicht, wie er wirklich wächst. Geben Sie ihm einige Wochen Zeit.
- Gegen den eigenen Bartwuchs arbeiten: Ein Vollbart bei lichtem Wuchs an den Wangen wirkt schnell lückenhaft. Wählen Sie einen Stil, der zu Ihrem Wuchs passt.
- Konturen vernachlässigen: Selbst der schönste Stil wirkt ungepflegt, wenn Halslinie und Wangenlinie verwildern.
- Pflege unterschätzen: Längere Bärte brauchen mehr Pflege. Wer seinen Bart regelmäßig wäscht, ölt und bürstet, hat deutlich mehr Freude an seinem Stil.
Bart Styles im Alltag
Bedenken Sie bei der Wahl auch den Aufwand. Ein 3-Tage-Bart muss alle zwei bis drei Tage getrimmt werden, ein kurzer Vollbart etwa einmal pro Woche, ein langer Bart vor allem täglich gepflegt. Stile mit glatt rasierten Partien wie Henriquatre oder Ziegenbart verlangen eine regelmäßige Nassrasur, damit die Konturen klar bleiben. Wer wenig Zeit hat, ist mit einem kurzen Vollbart oder 3-Tage-Bart meist am besten beraten.
Häufige Fragen
Welcher Bart Style ist gerade im Trend?
Gepflegte, kurze bis mittellange Vollbärte und der 3-Tage-Bart sind seit Jahren beliebt. Auch der Schnurrbart erlebt ein Comeback.
Welcher Bart passt zu mir?
Das hängt von Gesichtsform und Bartwuchs ab. Lassen Sie den Bart einige Wochen wachsen und probieren Sie dann verschiedene Formen aus.
Welcher Bart eignet sich bei dünnem Bartwuchs?
Stile am Kinn und an der Oberlippe wie Goatee, Henriquatre oder Schnurrbart, oder ein kurz gehaltener 3-Tage-Bart.
Wie lange dauert es, bis ein Bart Style sichtbar ist?
Für einen 3-Tage-Bart reichen wenige Tage, für einen kurzen Vollbart etwa vier bis sechs Wochen und für lange Stile wie den Garibaldi oder den Wikinger-Bart mehrere Monate.
Wie oft muss ich meinen Bart trimmen?
Je nach Stil alle zwei Tage bis alle vier Wochen. Die Konturen sollten Sie öfter nachziehen.