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Hersteller

Herstellung der Rasiermesser

Ein hochwertiges Rasiermesser entsteht in der Schmiede, erhält seine Härte in der Härterei, wird in der Schleiferei geschliffen und abschließend kunstvoll damasziert.
 

Das Rasiermesser in der Schmiede

In einem ersten Schritt wird der Rohling des Rasiermessers aus einem Stahlspaltstück zwischen 20 und 50 mm Breite und 5 bis 6 mm Stärke gewonnen. Das aufgeglühte Spaltstück wird unter dem hohen Druck eines Fallhammers in der Rohform, dem Gesenk, warm geschmiedet. Der überflüssige Grat (Flügel) wird abgespalten und der fertige Rohling ausgewalzt.
 

Härtung

Große Bedeutung kommt der Vergütung (dem Härten) des Rohlings zu, der je nach Stahlqualität bis auf 1300°C erhitzt und anschließend in einem Spezialöl abgeschreckt wird. Die Temperaturgrenzen sind bei diesem Verfahren Ausschlag gebend und unterliegen dem Berufsgeheimnis eines jeden Härters. Das Anlassen des Rohlings bei etwa 200°C bis 400°C verleiht der Klinge ihre spätere Elastizität und Zähigkeit. Eine zusätzliche Eisvergütung bei - 40°C schafft, je nach Stahl, die weitere Dichtung des Materialgefüges.

historische Rasiermesser
 

Schleifen des Rasiermessers

In der Schleiferei wird aus dem gewonnen Rohling die Klinge geschaffen. Vom Hohlschliff über den Schliff von Erl und Rücken, über das Pließten (Feinschliff) der Hohlseite und des Rückens, über die Politur der Klinge und das abschließende Blaupließten der Hohlseite (erzeugt das gleichmäßige Mattfinish) entsteht das Rasiermesser, das abschließend gereidet werden muss, d.h. die Klinge wird mittels Neusilbernägeln in die Schalenhälften des Griffs gebettet. Die Dekorätzungen und evtl. Vergoldungen (Damaszierarbeiten) vollenden den Wert der Rasierklinge.

Jedes Messer wird von erfahrenen Fachleuten geprüft, abgezogen und geledert. Polierarbeiten an Griff und Klinge, sowie das sorgsame Einfetten und Putzen schließen die Herstellung ab.